Purim

Beschreibung

Purim (vom hebräischen Wort „Pur“, Los) findet nach jüdischem Kalender am 14. Adar statt. Im gregorianischen Kalender findet das Fest somit im März statt. Der Feiertag erinnert an die Rettung der persischen Juden in der Diaspora und ist ein Freudentag.

Nach dem Buch Ester („Megilla“) versuchte Haman, der persische Wesir (hoher Regierungsbeamter) von König Achaschwerosch alle Juden in Persien an einem Tag zu ermorden – der Tag wurde per Los bestimmt. Die Königin Ester sowie Ihr Adoptivvater Mordechai konnte jedoch durch Fasten und Gebet die Rettung herbeiführen. Haman wurde zusammen mit rund 75.000 weiteren Einwohnern Persiens getötet.

In Städten, welche von einer Mauer umgeben waren, wir das Purimfest einen Tag später (15. Adar) gefeiert, dies gilt bspw. für Jerusalem und Jericho. Bei Städten, in denen der Bau der Stadtmauer fraglich ist wird das Fest sowohl am 14. wie auch 15. Adar gefeiert, z. B. Akko, Tiberias und Jaffa. Grund für diese Abweichung ist der Kampf der Juden gegen ihre Feinde. Am 13. Adar kämpften die Juden und ruhten sich am 14. Adar aus. Lediglich in der Hauptstadt Susa, die von einer Mauer umgeben war, kämpften die Juden zwei Tage und ruhten erst am 15. Adar aus.

Traditionen, Bräuche und Speisesitten

An Purim wird das Buch Ester gelesen. Immer wenn der Name Haman fällt (54 x) wird mit Hilfe von Tuten, Rasseln, Ratschen oder Klopfen auf das Pult Lärm verursacht. Der Name soll „ausgelöscht“ werden – ursprünglich sollte der Name Amaleks, einem Vorfahr Hamans, ausgelöscht werden.

Mischloach Manot“ ist ein weiterer, weit verbreiteter Brauch an Purim. Jüdische Familien versenden ein Paket mit mindestens zwei verschiedenen Speisen an einen Nächsten oder Freund. Ähnlich ist der Brauch „Matanot Laewjonim“, die Geschenke für Arme: Mindestens zwei Geschenke an zwei Arme – oft auch als Geldspende.

Übliche Speisen an Purim sind die Hamantaschen sowie Wein. Hamantaschen sind ein süßes, dreieckiges Gebäck aus Hefe- oder Strudelteig mit Mohn- oder Marmeladenfüllung. Es soll so viel Wein getrunken werden, bis nicht mehr unterschieden werden kann zwischen „Verflucht sei Haman“ und „Gelobt sei Mordechai“.

Kinder und Erwachsene verkleiden sich an diesem Tag mit bunten Trachten sowie Masken und veranstalten Umzüge in ganz Israel, ähnlich dem christlichen Karneval. Die Umzüge werden „Ad-lo-jada“ (zu Deutsch „bis man nicht mehr weiß“) genannt.

Wichtige Informationen zu Ihrer Reise

Am Purim haben Sie keine Einschränkung hinsichtlich touristischer Leistungen.

Termine

  • 02.03.2018 bis 02.03.2018
  • 22.03.2019 bis 22.03.2019
  • 11.03.2020 bis 11.03.2020

Israel zu dieser Zeit erleben ...

Zuletzt geändert am 19.02.2017
Facebook
Google+
Twitter